Lexikon

Unsere Experten beantworten häufige Fragen zu mineralischen Verbindungen und ihren Anwendungsfällen.


Sorelzement

Sorelzement ist ein sogenannter Säure-Base-Zement, wobei eine wässrige Magnesiumchloridlösung (Säure) und ein kaustisch gebrannter Magnesit (MgO) (Base) miteinander reagieren. Das Gemisch erhärtet, je nach Reaktivität des verwendeten Magnesiumoxids, innerhalb von Minuten oder aber erst nach Stunden. Es entsteht ein Magnesiumoxychlorid. Sorelzement wird in der Herstellung von Industriefußböden (Magnesiabelag) verwendet.

Flammschutzmittel

Im Rahmen des vorbeugenden Brandschutzes sollen Flammschutzmittel (Brandhemmer) die Ausbreitung von Bränden einschränken, verlangsamen oder verhindern. Sie werden dort eingesetzt, wo sich mögliche Zündquellen befinden, z.B. in elektronischen Geräten, in Polstermöbeln oder Teppichen. Man unterteilt die Wirkung von Flammschutzmitteln in chemische und physikalische Prinzipien.

Düngemittel

Neben Wärme, Licht, Luft und Wasser benötigen Pflanzen für Wachstum und Entwicklung zusätzlich Nährstoffe. Diese Nährstoffe sind Mineralstoffe, die häufig im Boden nicht in optimal verwertbarer Form vorliegen. Durch die Zufuhr von Nährstoffen durch Düngung kann ein Mangel ausgeglichen werden und eine optimale Entwicklung der Pflanze sichergestellt werden. Dies führt zur Steigerung der Ernteerträge und einer Erhaltung der Bodenqualität. Die Mineralstoffe werden aufgrund des mengenmäßigen Bedarfs in Makronährstoffe (Stickstoff, Kalium, Phosphor, Magnesium, Schwefel, Calcium) und Mikronährstoffe (Bor, Chlor, Kupfer, Eisen, Mangan, Molybdän, Nickel, Zink) unterschieden.

Vulkanisation

Durch Vulkanisation werden thermoplastische Naturkautschuke oder Synthesekautschuke in elastomere Kunststoffe (Gummis) überführt. In dem Prozess werden kovalente Vernetzungen zwischen den Makromolekülen gebildet. Dadurch können sich die Moleküle nicht mehr frei gegeneinander bewegen und zeigen ein elastisches Verhalten. Charles Goodyear entwickelte bereits 1839 die Umsetzung von Naturkautschuk mit Schwefel.

Schüttdichte (Schüttgewicht)

Die Schüttdichte (ρSch), die umgangssprachlich auch als Schüttgewicht bezeichnet wird, gibt die Dichte eines Gemenges aus einem körnigen Feststoff (Schüttgut) und einem kontinuierlichen Fluid, welches die Hohlräume zwischen den einzelnen Partikeln auffüllt, an. Das Fluid kann, wie im Falle der pulvrigen Mineralstoffe, auch Luft sein. Die Schüttdichte gibt ein spezifisches Gewicht an: Gewicht pro Volumen (kg /m³).